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Dienstag, 2. Juni 2020

Kinderland : Ein Gedicht bei dem ich wieder zum Kind werde.

 

 „Kinderland, „ das Gedicht von meiner Mutter,

Elisabeth Zimmerer, bei dem ich wieder zum Kind werde.


Die Hexe kocht im Tiefental, so sagten einst wir Kinder.

Wenn Wolken in den Bäumen hingen,

und Wind die Äste krachen ließ.

Wenn aus der tiefen dunklen Schlucht

Feucht-grauer Rauch zum Himmel stieg.

Dort war kein Weg wie jeder andere.

Und Dämmerung auch im hohen Tag.

Seltsame Spuren in der Erde.

Im Dickicht einer Wachtel Schlag.

Da wuchsen braune Riesenfarne

die sahen aus wie Fabeltiere

und kleine blaue Glockenblumen,

läuteten geheimnisvoll.

Uralt hohe Buchenbäume

erzählten uns ein Kindermärchen

Von grauen Wurzelspinnen

die unter der Erde schliefen.

Der Wald war wie ein grünes Meer.

Ein Nebelschiff schwamm auf den Wipfeln.

Wir fuhren mit, und legten an,

wo Wolken Silbersäume haben.

Darauf die Nebelkinder saßen,

in unsrem Land Fantastica.

Wir tanzten mit im Geisterregen.

Und hörten ferne Grillen geigen.

Wir pflückten einen Sternenstrauss

auf einer großen blauen Wiese.

Und waren traurig, weil wir wussten,

dass wir zurück zur Erde mussten.

Weil hier nicht unsere Heimat war.

Das Tiefental gibt es noch heute.

Dort kocht die Hex, sagen die Leute.

Und nichts ist da wie anderswo.

Es schlafen zu viele Kinderträume

unter den Wurzeln jener Bäume,

die Troll Gesichter haben. 

 

 

 Ich war noch niemals in New York Biografie Heidrun Böhm bei Amazon

 

Das Gedicht in der Schreibwerkstatt Wort ART Facebook 

 

 

 

Freitag, 10. April 2020

Serie: Bücher, die mehr Beachtung verdienen Rainer Seemann

Rainer-Seemann.de/wordpressII/Serie-Buecher-die-mehr Beachtung-verdienen-

Heidrun Böhm — Ich war noch niemals in New York.
Ein Buch für alle, die Autobiographien lieben. Das Besondere an diesem Buch ist, dass es eben kein Promi geschrieben hat, sondern eine Frau, die sich als alleinerziehende Mutter durchs Leben schlagen musste und dabei immer wieder an die falschen Männer gerät. Trotz aller Probleme, Rückschläge und Enttäuschungen gelingt es ihr, sich immer wieder aufzurichten und ihr Leben in den Griff zu bekommen. Es ist ein Buch, das Mut macht.
Im Autorenblog wurde es hier beschrieben.
Zur AMAZON Verkaufsseite führt Sie dieser Link.






Buchtipps 24 Ich war noch niemals in New York v. Heidrun Böhm





Biografie Alleinerziehende/Willi-der-beste-Mann-aller-Zeiten-Frau-zu-sein-ist-schwer

Samstag, 7. März 2020

Erinnerungen: Irgendwann wollte ich anders sein.

Sind wir nicht selbst Erinnerungen?




Instagram.com/Heidrun_Boehm






Irgendwann

Irgendwann wollte ich anders sein,
Hatte viele Pläne, wollte „etwas“ werden
Dachte: Ich wisse alles
Dachte: Ich könne alles
Meinte: Niemand könne mir etwas vormachen
Meinte: „etwas“ zu sein.
Irgendwann musste ich lernen, „etwas“ zu werden.
Lernte, dass ich nie alles weiß, alles kann.
Erkannte, dass man von Anderen lernen kann.
Bin nicht anders, aber froh, „ich“ zu sein.
Irgendwann wollte ich anders sein….





 



  




 


 Heidrun Böhm:
Erinnerungen
„Du kannst mit mir über alles reden“, sagte er.
„Du kannst mich alles fragen“, sagte er.
Hatte er eine Antwort auf jede Frage? 
„ Zu dir habe ich Vertrauen“, sagte er
Was machte ihn so sicher?
Er sagte auch: „Ich liebe dich.“
Wie konnte er das wissen?
Erinnerungen sind wie Wolken, wie Flügel, die
dich wegtragen.
Erinnerungen machen dich reicher, ärmer,
jünger oder älter, grösser oder kleiner.
Erinnerungen…Kürze des Augenblicks ?
Schönheit einer Stunde?
oder …Zerrbild eines Tages,
Rücksichtslosigkeit eines Menschen ?